Fußreflexzonentherapie

18. 05. 24
posted by: Madlen
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Fußreflexzonenmassage nach Hanne Marquardt

Die Fußreflexzonentherapie ist eine sehr beliebte Massagetechnik, bei der durch die Behandlung der Füße der gesamte Körper beeinflusst wird. Reflexzonen sind Nervenpunkte am Fuß, welche mit bestimmten Organen und Körperteilen verbunden sind. Durch die Stimulierung dieser Punkte werden die dazugehörigen Organe und Körperteile in Ihrer Funktion angeregt und unterstützt. Die Fußreflexzonentherapie unterstützt die Selbstheilungskräfte des Menschen und wirkt sowohl in der stofflichen, als auch in nicht-stofflicher Ebene.

Durch die Fußreflexzonenmassage werden die Organe besser durchblutet, die gestaute oder blockierte Lebensenergie wird wieder ins fließen gebracht. Außerdem werden durch die Massage die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt.

Entstehungsgeschichte

Die Anfänge der therapeutischen Arbeit an den Füßen liegen schon etwa 4500 Jahre zurück und wurden bereits in ägyptischen Piktografien dokumentiert.

Die Fußreflexzonenmassage wurde im Jahr 1913 durch den amerikanischen Arzt Dr. William Fitzgerald begründet. Er ging davon aus, dass ein erkranktes Organ durch Druck auf die entsprechende Reflexzone am Fuß einen Schmerz auslöst. Bei kranken Menschen zeigen sich in erkrankten Organzonen am Fuß Schmerzempfindungen, die ein gesunder Mensch in denselben Zonen nicht empfindet.

Frau Hanne Marquardt hörte erstmals 1958 etwas über die Reflexzonen der Füße. Ihre erste Ablehnung aus rationalen Gründen mischte sich mit therapeutischer Neugierde. Mit der Absicht, die Wirksamkeit dieser Theorie zu widerlegen, untersuchte sie fortan alle erreichbaren Füße von Patienten, Freunden und Bekannten und verglich und beobachtete die Reaktionen. Ihre anfängliche Skepsis verwandelte sich bereits nach wenigen Wochen in schiere Begeisterung, so dass sie das Konzept kontinuierlich weiterentwickelte. Seit 1967 werden ihre Erfahrungen in praktischen Kursen weiter vermittelt.

Ablauf der Fußreflexzonenmassage

Nach einer ausführlichen Befragung beurteile ich die Füße zuerst durch Ansehen (Beschaffenheit des Gewebes, Haut- oder Nagelauffälligkeiten) und danach durch systematisches Abtasten der Fußsohle. Welche Organe besonders belastet sind, erkenne ich an den Reaktionen des Patienten und am Tastbefund. Danach beginne ich mit der Massage der Fußsohle, wobei besonders die belasteten Reflexzonen behandelt werden.

Anwendungsbeispiele

 

  • Verdauungsbeschwerden
  • lymphatische Belastung, vor allem auch bei Kindern,
  • Allergien/Heuschnupfen etc.
  • Kopfschmerzen verschiedener Art und Migräne
  • Rheumatische Erkrankungen (Gelenkschmerzen)
  • Kreislaufprobleme
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Verspannungszustände
  • Akuten und chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat
  • Bewegungseinschränkungen der Gelenke
  • Haltungsschäden
  • Akuten und chronischen Belastungen und Erkrankungen im Urogenitaltrakt
  • Unterleibsbeschwerden, z.B. Menstruationsschmerzen, Prostataleiden
  • Dysmenorrhoe und anderen funktionellen Zyklusstörungen
  • Blasenentzündung und Nierenbeschwerden
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schlafstörungen
  • Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung
  • Erkältungskrankheiten / Stirn-Nebenhöhlenvereiterungen
  • chronischer oder akuter Schnupfen, Sinusitis, Anfälligkeit für Erkältung
  • Atemwegserkrankungen
  • Funktionsstörungen im Atmungs- und Herzbereich
  • Tinnitus
  • Hypertonie / Hypotonie
  • Narbenbehandlung
  • Für Kinder gut geeignet

Nicht geeignet

  • bei akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsystem (Gefahr einer Venenthrombose, Thrombophlebitis bzw. einer Ausbreitung des Entzündungsherdes über die Lymphbahnen)
  • wenn sich Fremdkörper in Nähe lebenswichtiger Organe und Systeme befinden (z.B. Splitter von Kriegsverletzungen im oberen Nacken)
  • bei bekannten Aneurysmen (Ausweitungen in arteriellen Blutgefässen, z.B. Aorta)
  • Transplantaten
  • Melanomen speziell an Füssen und Beinen, gleich ob operiert oder nicht
  • bei akuten Infektionen oder hohem Fieber
  • bei rheumatischen Erkrankungen der Füße
  • bei schweren Durchblutungsstörungen der Füße mit offenen Wunden oder Absterben von Gewebe
  • Risikoschwangerschaft